Pflanzenportrait

Sanicula europaea – Wald-Sanikel
Informationen zu Botanik, Standort, Pflege und Vermehrung

Wald-Sanikel (Sanicula europaea) stammt aus der Familie Apiaceae, wächst 20 bis 25 cm hoch und blüht weiß im späten Frühjahr. Verwendung im Nutzgarten: Winterharte Kräuterpflanze als Apotheker- und Heilpflanze in der Volksmedizin.

Sanikel ist auch unter der Bezeichnung Allwehkraut bekannt. Früher galt das Kraut als Mittel gegen alle möglichen Leiden. Am bekanntesten sind die blutstillenden und narbenbildenden Eigenschaften. Laut Volksmedizin lindert es Husten, Verdauungsstörungen und Entzündungen.

Botanik und Herkunft

Botanische Bezeichnung: Sanicula europaea

Familie: Apiaceae

Deutsche Bezeichnungen: Wald-Sanikel

Herkunft und Verbreitung: M-Europa

Lebenszyklus und Frosthärte von Wald-Sanikel

Sanicula europaea ist eine mehrjährige Pflanze (perennierend), die in unseren Breiten gut frosthart ist und sich für die Gartenkultur eignet.

Wuchs, Blüte, Blätter und Pflanzenmerkmale

Wuchsform und Wuchshöhe: 20 bis 25 cm hoch, aufrecht, horstbildend

Blütezeit und Blütenfarbe: weiß von Mai bis Juni

Blattwerk und Laub: fiederspaltig, mehrfach zusammengesetzt, Blattrand: gesägt, Blattfarbe: dunkelgrün

Standort- und Bodenansprüche von Wald-Sanikel

Standort: Das Wald-Sanikel benötigt leichten Halbschatten für ein optimales Wachstum.

Boden: Normale bis leicht lehmige Erde eignen sich für die Kultur. Der PH-Wert sollte neutral bis leicht alkalisch sein.

Vermehrung von Wald-Sanikel

Wald-Sanikel kann durch die Aussaat von Samen vermehrt werden. Die Pflanze lässt sich durch Teilung im Frühjahr oder Herbst vermehren.

Pflanzung, Pflege und Pflanzenschutz

Je nach Topfgröße empfiehlt sich ein Pflanzabstand von 20 bis 30cm, was in etwa 9 bis 12 Pflanzen pro Quadratmeter entspricht.

Die Pflanze bevorzugt frische Böden, die nicht unbedingt austrocknen sollten. Je nach Standort und Temperatur ist regelmäßig zu wässern. Fruchtbarer humoser Boden ist ein entscheidender Wachstumsfaktor. Es empfiehlt sich ein Einarbeiten von Kompost und organischen Dünger (z.B. Hornspäne) im Frühjahr.

Infos zur Ernte, Inhaltsstoffen und Verwendung

Erntegut: Blätter

Optimaler Erntezeitraum: Blätter vor der Blüte

Bekannte Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Harze, Saponosid

Mögliche Verwendungen: Heil- und Kräutertees, Fussbäder

Einsatz in der Volksmedizin: Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Juckreiz, Zahnfleischentzündungen

Bekannte Wirkungen: entzündungshemmend, abschwellend

Hinweis: das Kraut nur äußerlich anwenden


Erstellt am 03.11.2011 | Letzte Aktualisierung: 14. August 2016

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