Der im Mittelmeerraum beheimatete Baum, wurde zu Würzzwecken schon von den alten Ägyptern genutzt. Im Altertum zählte er zu den aphrodisiischen Pflanzen. Während des Mittelalters galt es als geisterabwehrendes Kraut Taufe, Hochzeit und Totenfeier. Gemeinsam mit der Myrte gilt er bis heute noch als Symbol für Jungfräulichkeit. Der Rosmarin besitzt das typische Aroma, das u.a. zum Würzen von verschiedenen Fleischgerichten verwendet wird. Medizinisch regt er den Appetit und Verdauung an, wirkt stärkend und hautreinigend. Im Frühsommer erscheinen hübsche blaue Blüten. Da der Rosmarin nicht frosthart ist und als Kübelpflanze behandelt werden möchte, eignet er sich gut für Balkone und Terrassen als Kübelpflanze.
Botanik und Herkunft
Botanische Bezeichnung: Rosmarinus officinalis
Familie: Lamiaceae
Deutsche Bezeichnungen: Rosmarin
Herkunft und Verbreitung: S-Europa, Mittelmeerraum
Lebenszyklus und Frosthärte von Rosmarin
Rosmarinus officinalis ist eine mehrjährige Pflanze (perennierend), die nur bedingt frosthart ist. Sie kann an geschützten Standorten mit gutem Winterschutz auch im Freiland gehalten werden.
Wuchs, Blüte, Blätter und Pflanzenmerkmale
Wuchsform und Wuchshöhe: 100 bis 120 cm hoch, aufrecht buschig
Blütezeit und Blütenfarbe: hellviolett bis blauviolett von Mai bis Juli
Blattwerk und Laub: lineal bis lineallanzettlich, Blattrand: ganzrandig, Blattfarbe: dunkelgrün
Standort- und Bodenansprüche von Rosmarin
Standort: Der Rosmarin liebt sonnige bis vollsonnige Plätze.
Boden: Sandige, stark durchlässige Böden sind für die Kultur empfehlenswert.
Vermehrung von Rosmarin
Pflanzung, Pflege und Pflanzenschutz
Ca. 30cm Pflanzabstand erfordert einen Pflanzenbedarf von ca. 9 Pflanzen pro Quadratmeter.
Die Pflanze hat einen mäßigen Wasserbedarf. Auf trockenen Böden sollte im Sommer gelegentlich bis regelmäßig gegossen werden.
Infos zur Ernte, Inhaltsstoffen und Verwendung
Erntegut: junge Triebe
Optimaler Erntezeitraum: junge Triebe über den Sommer
Bekannte Inhaltsstoffe: Ätherische Öle (Cineol, Borneol, Campfer, Rosmanol u.a.), Gerbstoffe, Saponine
Mögliche Verwendungen: Küchenkraut für viele Speisen, Heil- und Kräutertee, Badezusatz, Lotionen, Mundwasser, Tinkturen
Einsatz in der Volksmedizin: Appetitlosigkeit, Erkältungskrankheiten, Magen-Darmbeschwerden, Menstruationsstörungen, Rheuma, Verdauungsstörungen
Bekannte Wirkungen: anregend, appetitlosigkeit, harntreibend, krampflösend, verdauungsfördernd
Beliebte Suchbegriffe zu Rosmarin
Rosmarinus Standort, Rosmarinus vermehren, Rosmarin Merkmale, Rosmarinus Merkmale, Rosmarinus Frosthärte,
Erstellt am 03.11.2011 | Letzte Aktualisierung: 14. August 2016