Hat man im Garten kahle Stellen, die man schnell und sicher bedeckt, ist das Bruchkraut genau das Richtige. Rasend schnell bildet es eine grüne Decke, die sich auch als Rasenersatz verwenden lässt. Das Bruchkraut eignet sich auch hervorragend für die dauerhafte Grabbegrünung. Die winzigen gelben Blüten sind dafür recht unscheinbar.
Die flachkriechende Staude soll als Tee positiv gegen Blasen- und Nierenleiden wirken. Dabei hilft sie das im Körper gebundene Wasser auszuscheiden. Sie kann allerdings auch als Rasenersatz, z.B. bei Einfassungen, Grabbepflanzung oder kahlen Bereichen im Kräutergarten, verwendet werden.
Botanik und Herkunft
Botanische Bezeichnung: Herniaria glabra
Familie: Caryophyllaceae
Deutsche Bezeichnungen: Kahles Bruchkraut
Herkunft und Verbreitung: Europa, W-Sibirien
Lebenszyklus und Frosthärte von Bruchkraut
Herniaria glabra ist eine mehrjährige Pflanze (perennierend), die in unseren Breiten gut frosthart ist und sich für die Gartenkultur eignet.
Wuchs, Blüte, Blätter und Pflanzenmerkmale
Wuchsform und Wuchshöhe: 2 bis 5 cm hoch, flachwachsend bis kriechend
Blütezeit und Blütenfarbe: grünlichweiß bis gelblich von Juni bis August
Blattwerk und Laub: oval, eiförmig, verkehrt eiförmig, Blattrand: ganzrandig, Blattfarbe: frisch grün
Standort- und Bodenansprüche von Bruchkraut
Standort: Das Bruchkraut gedeiht gut in sonnigen bis leicht halbschattigen Lagen.
Boden: Es eignet sich ein normaler Gartenboden, der gut durchlässig ist und keine Staunässe zulässt. Leicht saure bis kalkarme Erde ist zu empfehlen.
Vermehrung von Bruchkraut
Bruchkraut kann durch die Aussaat von Samen vermehrt werden. Die Pflanze lässt sich durch Teilung im Frühjahr oder Herbst vermehren.
Pflanzung, Pflege und Pflanzenschutz
Je nach Topfgröße empfiehlt sich ein Pflanzabstand von 20 bis 30cm, was in etwa 9 bis 12 Pflanzen pro Quadratmeter entspricht.
Die Pflanze bevorzugt frische Böden, die nicht unbedingt austrocknen sollten. Je nach Standort und Temperatur ist regelmäßig zu wässern.
Infos zur Ernte, Inhaltsstoffen und Verwendung
Erntegut: ganze Pflanze
Optimaler Erntezeitraum: ganze Pflanze während der Blütezeit
Bekannte Inhaltsstoffe: Cumarin, Polyphenol, Saponin, Zucker
Mögliche Verwendungen: Heil- und Kräuterteemischungen
Einsatz in der Volksmedizin: Husten, Blasen- und Nierenleiden
Bekannte Wirkungen: auswurffördernd und hustenstillend, harntreibend
Hinweis: Überdosierungen können Übelkeit und Reizungen hervorrufen – Arzt oder Apotheker befragen
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Erstellt am 03.11.2011 | Letzte Aktualisierung: 30. September 2016